Das Gesicht (Naturdenkmal)
Etwa 1,5 Km - 100 m hinter der Bonifatiuskanzel
Ein größerer Fels ist zu sehen, der an einer Stelle mit viel Phantasie die Form eines Gesichts erkennen lässt. Zur Entstehung des Gesichts gibt es ebenfalls eine Sage.
Die Sage
(nach dem Buch „Aus Vogelsberg und Schlitzerland, Schroedelverlag 1955):
„…Ein reicher Mann aus Herchenhain, dem seine Frau gestorben war, teilte sein Erbe unter den zwei Söhnen und der Tochter auf. Dafür sollten sie ihn im Alter versorgen. Doch das ging zuerst bei einem Sohn schief, dann auch beim anderen. In seiner Verzweiflung wandte er sich an seine Tochter. Sie sah ihn kommen, sperrte die Haustür zu und wies ihn vom Fenster aus ab. Schließlich wollte sie bald heiraten und hatte Angst, dass ihr Zukünftiger ihren armen Vater nicht dulden würde. Der alte Mann verließ todtraurig das Dorf und wurde nicht mehr gesehen. Spät im Herbst heiratete die Tochter. Nach dem Hochzeitsessen unternahm man einen Spaziergang zur Herchenhainer Höhe – und dort stolperte die junge Frau in der Nähe eines Felsens über etwas. Es waren die Kleider ihres Vaters und in ihnen ein Skelett. Entsetzt lehnte sie sich an den Felsen, ihr Gesicht wurde starr, ihre Gesichtszüge versteinerten“. Seitdem nennt man den Basaltblock das Gesicht. …“
Diese Darstellung wurde von Gustav Weidner erstellt. Das Vervielfältigen zu privaten Zwecken ist erlaubt, jegliche inhaltliche Veränderung ist untersagt.
Herchenhain, im Mai 2008





